| Bedeutung des Namens | Mensch vom Neandertal; Neandertaler |
|---|---|
| Zeit | lebte von vor 0,2 bis vor 0,03 Millionen Jahren |
| Funde | - fossiles Skelett in der Feldhofer-Grotte in Neandertal (bei Düsseldorf) |
| Anatomie | - größeres Gehirn als H. sapiens, aber nicht so stark gefaltet (Oberfläche der Hirnrinde, wo heute die höheren geistigen Funktionen ablaufen, war kleiner) - flache, niedrige Stirn - überaugenwülste - großer Gesichtsschädel mit fliehendem Kinn - sehr muskulös, dafür ungeschickter |
| Gehirnvolumen | 1300-1610 cm³ |
| Ernährt sich von | weicher Nahrung (mehr Fleisch- und gekochte Nahrung) |
| Aufrechter Gang | ja |
| fertigt Werkzeuge | ja; kunstvoll bearbeitete Werkzeuge |
| benutzt Feuer | ja |
| Kultur(-techniken) | höher entwickelte Kultur mit Kunstwerken, Musikinstrumenten (Flöte) und Bestattungsriten (Beerdigung) |
| benutzt Sprache | ja |
| baut Behausungen | ja |
| Lebensraum | Europa |
| Position/Status im Evolutionsgefüge | - ausgestorbener Seitenzweig der menschlichen Evolution - letzter fremdstämmige Zeitgenosse des heutigen Menschen - evolutionäre Sackgasse, die kapazitätserweiterung des Gehirns quantitativ lösen wollte, was biologisch u. a. in der Größe des weiblichen Geburtskanals seine Grenze fand. |
| mögliche Gründe für das Aussterben | - zu großer Kopf (s. oben) - konnte nicht so geschickt greifen, weil das vordere Daumenglied länger war als beim Jetztmenschen - starke Muskulatur verbrauchte viel Energie - wechselten seltener Lagerplätze als H. sapiens und starb deshalb eher an Hungersnöten |
| entwickelte sich aus | Homo heidelbergensis |
| entwickelt sich zum | -; starb aus |
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